Eine gemeinsame Sache

Anne Tyler

Das präzise Porträt einer Familie, wie es nur Anne Tyler zeichnen kann!

Wie bei der Familie Tull in "Dinner im Restaurant Heimweh" und den Whitshanks in "Der leuchtend blaue Faden" begleitet Anne Tyler in "Eine gemeinsame Sache" die unvergessliche Familie Garrett im Laufe mehrerer Jahrzehnte. Dabei deckt sie nicht nur Geheimnisse auf, sondern zeigt, wie wir all die subtilen Äußerungen von Liebe, Enttäuschung, Stolz und Ablehnung unserer Nächsten verinnerlichen. Denn schon das Verhalten eines einzelnen Familienmitglieds kann die familiären Beziehungen über Generationen hinweg prägen. Anne Tyler zeichnet ihre Figuren mit feinem Witz, voller Empathie und so nahe am Leben, dass sich jede und jeder im geschilderten Familienleben wiedererkennt.

Format

  • Anne Tyler – Eine gemeinsame Sache
    Original: French Braid

    Aus dem Englischen (USA) von Michaela Grabinger
    Hardcover
    352 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-5875-0

    8. März 2022
    26,00 EUR

  • Anne Tyler – Eine gemeinsame Sache
    Original: French Braid

    Aus dem Englischen (USA) von Michaela Grabinger
    Ebook
    352 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-9488-8

    20,99 EUR

Leseprobe

Dies trug sich im März 2010 zu, als der Bahnhof von Philadelphia noch eine Anzeigetafel hatte, deren Plättchen bei jeder neuen Gate-Information laut ratterten. Serena Drew stand davor und starrte auf die Zeile, die den nächsten Zug nach Baltimore ankündigte. Warum dauerte es hier so lange, bis sie das Gate bekanntgaben? In Baltimore erfuhr man das viel früher.
Ihr Freund, der neben ihr stand, war entspannter. Nach einem kurzen Blick auf die Tafel hatte er sich in sein Handy vertieft. Jetzt schüttelte er angesichts einer Nachricht den Kopf und scrollte zur nächsten.
Serena und James kamen gerade vom Sonntagsbesuch bei James’ Eltern, Serenas erstem Treffen mit den beiden. Zwei Wochen lang hatte sie sich mit der Frage beschäftigt, was sie anziehen sollte, und sich letztlich für Jeans und Rollkragenpulli entschieden (das Standardoutfit der Master-Studentinnen, das nicht übertrieben bemüht wirkte). Außerdem hatte sie sich überlegt, welche Gesprächsthemen infrage kämen. Es war ziemlich gut gelaufen, fand sie. Seine Eltern hatten sie herzlich begrüßt und ihr sofort das Du angeboten (»George«, »Dora«), und weil Dora wie ein Wasserfall geredet hatte, war der Smalltalk kein Problem gewesen. »Beim nächsten Mal musst du unbedingt die Schwestern von James und ihre Männer und Kinder kennenlernen«, hatte Dora nach dem Essen gesagt. »Wir wollten dich bei deinem ersten Besuch nicht gleich überfordern.«
Beim nächsten Mal. Bei deinem ersten Besuch. Es hatte viel versprechend geklungen.
Doch jetzt war Serena zu schlapp vor Erleichterung, um auch nur das leiseste Triumphgefühl aufzubringen. Sie fühlte sich völlig ausgelaugt.
James und sie hatten sich zu Beginn des neuen Studienjahrs kennengelernt. Er sah so gut aus, dass sie es kaum glauben konnte, als er sie nach dem Seminar auf einen Kaffee einlud. Er war groß und schlank, hatte einen braunen Wuschelkopf und einen kurzen Bart. (Während Serena fast pummelig war und sich ihr sandheller Pferdeschwanz kaum von ihrer blassen Haut abhob.) In den Seminaren saß er lässig zurückgelehnt da, machte sich nie Notizen und schien gar nicht zuzuhören, meldete sich aber plötzlich mit erstaunlich klugen Bemerkungen. Sie hatte befürchtet, er würde sie vergleichsweise dröge finden, doch außerhalb der Uni war er von Anfang an nett gewesen. Sie gingen oft ins Kino und in günstige Lokale, und Serenas Eltern, die in der Stadt wohnten, mochten ihn sehr und hatten James und sie schon mehrmals zum Abendessen eingeladen.
Der Bahnhof von Philadelphia machte mehr her als der von Baltimore. Er war riesig, und an der hohen Kassettendecke hingen längliche Lampen, die an umgedrehte Wolkenkratzer erinnerten. Auch die Reisenden wirkten einen Tick vornehmer als die in Baltimore. Serena sah sogar eine Frau mit einem eigenen Gepäckträger, der ihr das Kofferset hinterherschob. Während sie das Gepäck bewunderte (dunkelbraunes, glänzendes Leder mit Messingbeschlägen), fiel ihr Blick auf einen jungen Mann im Anzug, der stehengeblieben war, um den Wagen vorbeizulassen. »Oh«, sagte sie.
James blickte von seinem Handy auf. »Hm?«
»Ich glaube, das ist mein Cousin«, sagte Serena kleinlaut.
»Wo?«
»Da drüben. Der im Anzug.«
»Du glaubst, er ist dein Cousin?«
»Ich bin mir nicht ganz sicher.«
Sie betrachteten den Mann. Er wirkte älter als James und Serena, wenn auch nicht wesentlich (vielleicht lag es am Anzug), und hatte Serenas helles Haar und ihren spitzen Amorbogen. Doch während ihre Augen das in der Familie Garrett typische Blau aufwiesen, waren seine von einem fast durchsichtigen Grau, das auch aus mehreren Metern Distanz auffiel. Der Gepäckwagen war inzwischen vorbeigerollt, doch der Mann ging nicht weiter, sondern hob den Blick zur Anzeigetafel.
»Ja, das könnte Nicholas sein«, sagte Serena.
»Vielleicht sieht er ihm nur ähnlich«, meinte James. »Wenn er es wirklich wäre, würdest du ihn mit Sicherheit erkennen.«
»Wir haben uns länger nicht gesehen. Er ist der Sohn von David, dem Bruder meiner Mutter. Sie wohnen hier in Philly.«
»Geh hin und frag ihn. Was ist schon dabei?«
»Und wenn ich mich geirrt habe, stehe ich blöd da.«
James kniff die Augen zusammen und sah sie verständnislos an.
»Jetzt ist es sowieso zu spät«, sagte Serena, denn der Mann, wer immer er war, hatte die benötigte Information offenbar gefunden. Er drehte sich um, zog den Tragegurt seiner Reisetasche ein Stück höher auf die Schulter und schlug den Weg zur anderen Seite des Bahnhofs ein. Serena sah noch einmal auf die Anzeigetafel. »An welchem Gate fährt der Zug normalerweise ab? Vielleicht riskieren wir es einfach und gehen schon mal hin.«
»Er fährt nicht gleich los, sobald das Gate bekannt ist«, erklärte James. »Man muss sich oben an der Treppe anstellen und warten.«
»Aber dann finden wir vielleicht keine Plätze nebeneinander. «
Er grinste auf die verschmitzte Art, die sie so liebte. »Typisch du«, sollte das heißen.
»Schon gut, ich mache mir mal wieder zu viele Gedanken.«
James wechselte das Thema. »Den eigenen Cousin erkennt man doch auch, wenn man ihn länger nicht gesehen hat!«
»Erkennst du alle deine Cousins und Cousinen, wenn sie unerwartet vor dir stehen?«
»Ja.«
»Sicher?«
»Na klar!« Sie bemerkte, dass er das Interesse an der Sache schon wieder verloren hatte. Er sah zum Imbissbereich auf der anderen Seite und sagte: »Ich könnte eine Limo vertragen.« »Kannst du dir im Zug kaufen.«
»Willst du auch was?«
»Ich warte, bis wir im Zug sind.«
James verstand nicht, worum es ihr ging, denn er sagte »Wenn sie das Gate bekanntgeben, bevor ich zurück bin, stellst du dich schon mal an« und zog unbeschwert los.
Sie waren noch nie zusammen weggefahren, nicht mal für einen kleinen Tagesausflug wie diesen. Serena war etwas enttäuscht, dass er ihre Reiseangst nicht teilte. 
Kaum war sie allein, holte sie ihre Puderdose aus dem Rucksack und überprüfte ihre Zähne im Spiegel. Zum Nachtisch hatte es eine Art Obstcrumble mit gehackten Walnüssen gegeben, die sie noch immer im Mund spürte. Normalerweise wäre sie kurz in die Gästetoilette verschwunden, doch die Zeit war knapp geworden – »Oh, oh, euer Zug!«, hatte Dora gerufen –, und sie waren Hals über Kopf zum Bahnhof aufgebrochen. James’ Vater hatte am Steuer gesessen, James daneben, Dora und Serena hinten. »Damit wir Frauen uns in Ruhe unterhalten können «, wie sich Dora ausgedrückt hatte. In dem Gespräch hatte Dora erwähnt, dass Serena unbedingt James’ Schwestern kennenlernen müsse, und dann gefragt: »Wie viele Geschwister hast du eigentlich, meine Liebe?«
»Nur einen Bruder, aber der war bei meiner Geburt fast erwachsen. Ich habe mir immer Schwestern gewünscht.« Serena war rot geworden, weil es möglicherweise so geklungen hatte, als wäre sie darauf aus, in James’ Familie einzuheiraten.
Dora hatte sie halbherzig angelächelt und ihr die Hand getätschelt.
Doch Serena hatte es wörtlich gemeint.
In dem gemütlichen kleinen Zuhause bei ihren Eltern hatte sie ihre Schulfreundinnen immer um deren große, lebhafte Verwandtschaft beneidet, die aus dem Lachen nicht herauskam und um Raum und Aufmerksamkeit rivalisierte. Einige hatten sogar Halbgeschwister und Stiefmütter oder Stiefväter, die sie in Anspruch nahmen, solange es ihnen passte, und mit denen sie nichts mehr zu tun haben wollten, sobald es schlecht lief – so wie Kinder reicher Leute völlig annehmbares Essen wegwarfen, während die Hungerleidenden sehnsüchtig zusahen.
Warts ab, sagte sie sich. Wer weiß, wie deine zukünftige Familie mal aussieht! Der Anzeigetafel zufolge hatte der Zug nach Baltimore fünf Minuten Verspätung, was wahrscheinlich eher fünfzehn bedeutete. Und das Gate fehlte noch immer. Serena drehte sich um und hielt Ausschau nach James. Da war er auch schon, Gott sei Dank. Er kam mit einem Trinkbecher in der Hand auf sie zu. Und neben ihm, einen halben Schritt hinterher, ging der Mann, von dem sie dachte, er könnte ihr Cousin sein. Sie blinzelte verwundert. »Schau, wen ich mitgebracht habe!«, sagte James, als er bei ihr angekommen war. »Serena?«, fragte der Mann.
»Nicholas?«
»Hey!« Er streckte ihr die Hand entgegen, überlegte es sich anders, beugte sich vor und schlang unbeholfen einen Arm um ihre Schulter. Er roch nach frisch gebügelter Baumwolle. »Was machst du hier?«, fragte sie.
»Ich bin auf dem Weg nach New York.«
»Ach so.«
»Zu einem Meeting morgen früh.«
»Aha.« Wahrscheinlich ein Geschäftstermin. Sie hatte keine Ahnung, was er beruflich tat. »Wie gehts deinen Eltern?«
»Gut. Aber sie werden natürlich nicht jünger. Mein Dad braucht wahrscheinlich ein neues Hüftgelenk. «
»Mist.«
»Ich habe ihn am Zeitungskiosk entdeckt«, sagte James auf den Zehen wippend. »Ich bin einen Meter hinter ihm stehen geblieben und habe ganz leise ›Nicholas?‹ gesagt.« Er wirkte höchst zufrieden mit sich.
»Ich dachte zuerst, ich hätte es mir eingebildet, und habe zur Seite geschielt, ohne den Kopf zu bewegen –«
»Den eigenen Namen nimmt man eher wahr«, erklärte James. »Hätte ich beispielsweise ›Richard‹ gesagt, hättest du es wahrscheinlich gar nicht gehört.«
»Meine Mom hat auch Probleme mit der Hüfte«, sagte Serena zu Nicholas. »Ist vielleicht genetisch bedingt. «
»Deine Mutter ist … Alice?«
»Nein, Lily.«
»Ach ja, stimmt, entschuldige. Aber bei Großvater Garretts Begräbnis hab ich neben dir gesessen, oder?«
»Nein, neben Candle.«
»Ich habe eine Cousine, die Candle heißt?«
»Ihr seid wirklich unglaublich«, sagte James fassungslos. 
»Sie heißt eigentlich Kendall«, fuhr Serena fort, ohne ihn zu beachten. »Aber als sie klein war, konnte sie ihren Namen nicht richtig aussprechen.«
»Du warst aber auch da, oder?«, fragte Nicholas.
»Beim Begräbnis? Ja klar.«
Sie war erst zwölf gewesen. Und er? Fünfzehn, sechzehn, damals ein Riesenunterschied. Sie hatte sich nicht getraut, mit ihm zu reden, sondern ihn nur von Weitem betrachtet, als hinterher alle vor dem Bestattungsunternehmen herumstanden – seine verschlossene Miene und seine blassgrauen Augen. Die hatte er von seiner Mutter Greta, an ihre Augen konnte sich Serena gut erinnern.
»Eigentlich sollten wir nach der Trauerfeier beim Mittagessen dabei sein«, sagte Nicholas, »aber Dad musste wegen einer Schulaufführung zurückfahren.«
»Apropos zurückfahren …« James unterbrach das Gespräch und deutete mit dem Daumen auf die Anzeigetafel über ihnen. »Wir müssen zu Gate fünf.«
»Ach ja, stimmt. Gut, dann lass uns gehen«, sagte Serena, und zu Nicholas: »Das war wirklich ein schöner Zufall.«
»Finde ich auch.« Er lächelte sie an, hob die Hand in James’ Richtung und wandte sich zum Gehen.
»Sag deiner Familie schöne Grüße!«, rief Serena.
»Mach ich.«
Sie blickten ihm eine Weile nach, obwohl sich neben dem Schild vor Gate fünf bereits eine Schlange bildete.
»Eines muss man euch lassen«, sagte James. »Der Ausdruck ›entfernte Verwandte‹ erhält durch euch eine ganz neue Bedeutung.«

Autorin

Anne Tyler, geboren 1941 in Minneapolis, Minnesota, ist die Autorin von zahlreichen Romanen. Sie erhielt den Sunday Times Award für ihr Lebenswerk sowie den Pulitzerpreis ...

mehr zur Autorin

Presse

LESEN Magazin

»Anne Tyler schreibt wie immer mit viel Geist, Witz und Herz.«

Brigitte

»Ein einziges Lesevergnügen.«

Frankfurter Rundschau

»Man liest über andere, aber eigentlich über sich selbst und Menschen, die man kennt - beziehungsweise zu kennen glaubt. Hier werden sie durchschaut.«

Züricher Unterländer

»Mit 'Eine gemeinsame Sache' ist [Anne Tyler] eine humorvolle, berührende Sittengeschichte der amerikanischen Gesellschaft gelungen, die durch seine differenziert ausgearbeiteten Charaktere ein äusserst lebensnahes Familienporträt zeichnet.«

Salto Books

»Mit feinem Witz, voller Empathie und so nah am Leben, dass sich jede und jeder im geschilderten Familienleben wiedererkennt.«

BÜCHERmagazin

»Manchmal traurig, aber gleichzeitig warm und ergreifend. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.«

Rainer Moritz, in chrismon

»Der Amerikanerin Anne Tyler darf man blind vertrauen. Fast jedes ihrer Bücher verspricht intelligente Unterhaltung - so auch ihr neuer Roman.«

Die Presse

»Die Schriftstellerin entwirft eine Familienchronik, auf die man sich einlassen muss; und es lohnt sich.«

Börsenblatt

»Zwischenmenschliches genau in den Blick zu nehmen, ist die Spezialität der US-amerikanischen Autorin Anne Tyler.«

WDR 2

»Anne Tyler ist eine Königin der Beobachtung der feinen Dinge.«

Kreiszeitung Stuhr

»'Eine gemeinsame Sache' ist ein kurzweiliger unterhaltsamer und tiefgründiger Roman, in dessen Figuren sich der Leser selbst begegnen kann.«

Büchermenschen Magazin

»Starke weibliche Stimmen!«

Land & Forst

»So authentisch, dass wir meinen, die Menschen zu kennen.«

Elke Heidenreich

»Das kann so nur Anne Tyler erzählen. Beste Unterhaltung mit langsam wachsender Gänsehaut.«

Galore

»In Anne Tylers Romanen braucht man nur wenige Seiten, um sich wie ein Familienmitglied zu fühlen.«

Berliner Morgenpost

»Die große Kunst dieses Buches besteht darin, dass [...] auf sehr diskrete Weise nachvollziehbar bleibt, wie diese unterschiedlichen Familienmitglieder sind und warum sie so geworden sind, wie sie sind. Das ist für mich das Schöne an dem Roman, und das Ergreifende.«

WDR

»Die Herzenswärme und Genauigkeit, mit der Anne Tyler von scheinbar ganz normalen Menschen erzählt, ist unvergleichlich und macht sie zu einer der wunderbarsten Schriftstellerinnen unserer Zeit.«

Welt der Frauen

»Ein warmer und humorvoller Roman, der aufzeigt, wie nah und gleichzeitig fern sich einzelne Familienmitglieder sein können und wie sie sich dennoch gegenseitig prägen.«

FAZ

»Wer die Menschen verstehen will, sollte Anne Tyler lesen.«

Deutschlandfunk Kultur

»Es gibt Autorinnen und Autoren, denen man sich blind anvertrauen darf. Mit jedem Buch garantieren sie intelligente Unterhaltung, die einen nie enttäuscht zurücklässt. Zu diesen zählt [...] Anne Tyler, die von Roman zu Roman ihre Kunst unter Beweis stellt.«

Berliner Morgenpost

»Wer von solchen Dingen erzählt, muss das auch können. [...] Anne Tyler beherrscht es ganz herausragend.«

Aachener Nachrichten

»Der [Roman] hat es in sich und wird, spätestens ab Kapitel zwei, nicht mehr aus der Hand gelegt.«

Kulturtipp

»Eine gemeinsame Sache ist ein warmherziger Roman mit fein ausgearbeiteten Charakteren, der Fragen nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft aufwirft.«

Film Sound & Media

»Anne Tyler zeichnet ihre Figuren mit feinem Witz, voller Empathie und so nahe am Leben, dass sich jede und jeder im geschilderten Familienleben wiedererkennt.«

Ultimo

»Was Tylers Romane so bewegend macht: Gute Figuren, wenig Klischees, fast gar keine Handlung und dabei die fortdauernde Gewissheit, dass sich alles meistens nicht so entwickelt, wie man denkt; als Leser und im wirklichen Leben.«

Bremer Tageszeitung

»Es sind die kleinen, die alltäglichen Dramen, denen Anne Tyler in ihren Romanen die ganze Aufmerksamkeit schenkt – bestechend, elegant, stilsicher, feinsinnig, detailverliebt.«

ElbeWeser

»Humorvoll erzählt Anne Tyler skurrile Szenen.«

Neue Presse

»Tyler ist eine Meisterin darin, anhand scheinbar banaler Szenen und Beschreibungen das komplexe System Familie zu durchleuchten.«

SRF1

»Sehr außergewöhnlich, wie Anne Tyler erzählt, was man nicht erwartet. Sie macht das auf eine ganz feine, eine ganz differenzierte Art.«

freundin

»Das Wesen von Familie liebevoll und sensibel in Worte fassen – das kann Anne Tyler einfach unglaublich gut.«

Berliner Morgenpost

»Wie in vorangegangenen Romanen verfolgt [Tyler] eine Familie über mehrere Jahrzehnte – mit feinem, lebensklugem Witz, aber vor allem auch mit gutem Gespür für die kleinen Verletzungen, die Menschen einander zufügen können, selbst wenn sie sich lieben. Nebenbei gelingt ihr eine lesenswerte Sittengeschichte der US-Gesellschaft. Man wünscht sich noch viele solcher Bücher von dieser Autorin.«