»Das wichtigste Buch, das je hierzulande über Moral und Opferrollen geschrieben wurde.« Navit Barel

Am Ende des Romans steht eine Eskalation: ein Faustschlag, mit dem ein Tourguide in Treblinka einen Dokumentarfilmer niederstreckt. Doch wie konnte es dazu kommen? In einem Bericht an seinen ehemaligen Chef schildert der Mann, wie die Menschen, die er jahrelang durch NS-Gedenkstätten führte, mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach Machtverherrlichung und danach, was Menschen zu Mördern macht. Und er beobachtet Schülergruppen, die sich in Fahnen hüllen, scheinheilige Minister oder manipulative Künstler, er beobachtet, wie ein jeder in dem Grauen der Geschichte vor allem eines zu erkennen meint: einen Nutzen für sich selbst. Yishai Sarid, einer der bekanntesten Autoren Israels, wirft in seinem Roman ein neues Licht auf die Erinnerungskultur, wagt sich an vermeintlich unantastbare Fragen und stellt in stillem, unaufgeregtem Ton eingefahrene Denkmuster infrage.

Format

  • Yishai Sarid – Monster
    Roman

    Original: Mifletzet HaSikaron

    Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama
    Hardcover
    Format: 11,6 x 18,5 cm , 176 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-5796-8

    04. Februar 2019
    21,00 EUR

  • Yishai Sarid – Monster
    Roman

    Original: Mifletzet HaSikaron

    Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama
    Ebook
    176 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-9408-6

    04. Februar 2019
    16,99 EUR

Autor

Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte ...

mehr zum Autor

Presse

Deutschlandfunk Kultur

»Yishai Sarid macht mit seinem kleinen, leisen Buch unmissverständlich klar: Es gibt Verdrängung, aber kein Ende der Erinnerung.«

Der Spiegel

»Sarid entriegelt in diesem Roman die Absperrungen und Begrenzungen, mit denen wir uns den Holocaust üblicherweise vom Leib halten. In der Gegenwart des Monsters Erinnerung gibt es keine Schonung. Das ist das Prinzip des Buches.«

Weser Kurier

»Yishai Sarid versteht es, durch seinen betont sachlich gehaltenen Stil die Verwirrung und die Verbitterung des jungen Historikers dramaturgisch geschickt aufzubauen.«

IN München

»Yishai Sarids faszinierendes kleines Buch misst fortwährend den schmalen Grat zwischen Humanität und Barbarei und konfrontiert den Leser mit der tabulosen Direktheit seiner Fragen.«

ntv

»Monster geht brillant gegen die Wohlfühl-Erinnerungskultur an.«

BRF1

»Der bekannte israelische Autor berichtet auf eindrückliche Weise, wie Grausamkeiten uns auch dann in ihren Bann ziehen, wenn sie längst dem Reich der Erinnerung angehören.«

Bayern 2

»Detailgenau führt Yishai Sarid seine Leser ins Labyrinth dieser Erinnerungsmoral. Ein Buch wie ein Schlag in den Magen. Mit Demut zu lesen.«

Süddeutsche Zeitung

»Yishai Sarids großartiger Roman Monster erinnert daran, dass der Widerspruch zwischen Abstraktion und Genauigkeit von Anfang an zum Umgang mit der Schoah gehört hat.«

Münchner Feuilleton

»Wir wissen am Ende dieses cleveren und erschütternd kraftvollen Buches, dass das Monster der Erinnerung weiter frisst. Es wird niemals satt.«

F.A.Z. Woche

»Monster ist der literarische Nachvollzug einer moralischen Zerrüttung angesichts des Endes der Zeitzeugenschaft, die uns mit dem Holocaust verbindet. Mit schonungsloser Meisterschaft geschrieben, zielt es in das taube Herz der Gedächtniskultur.«

WDR3

»Sarid schildert erschütternd und zugleich nachvollziehbar wie das "Monster der Erinnerung" wirkt.«

Wiener Zeitung

»Ein Roman fortwährender Schläge in die Magengrube, den man immer wieder beiseite legt, um Luft zu holen - ein ausgezeichnetes, wichtiges wie ergreifendes Buch.«

ZDF Das Literarische Quartett

»Meiner Meinung nach kann man mehr von Literatur und Literatur über dieses Thema nicht erhoffen und erwarten.«

SWR2 Lesenswert

»Monster ist geradezu ein Tabubruch. Ein atemberaubend mutiges und ehrliches Buch. Dazu noch brillant geschrieben, mit der Stimme eines scharfsinnigen Erzählers, der in zunehmender Verzweiflung die Fassung verliert.«