Schau mich an

Elif Shafak

Die Spiegel-Bestsellerautorin Elif Shafak spielt mit den Vorstellungen von Schönheit und Hässlichkeit, als wären sie Zauberwürfel, und erschafft damit eines ihrer ungewöhnlichsten Werke: eine humorvolle und tiefgreifende Erkundung dessen, was es heißt, zu schauen und angeschaut zu werden.

Die Frau ist so dick, dass sie überall angestarrt wird. Auch ihr Geliebter, ein Kleinwüchsiger, zieht die Blicke auf sich. Doch während sie sich vor der Welt verstecken möchte, drängt er ins Licht – um jeden Preis. "Schau mich an" ist eines der ungewöhnlichsten Werke von Elif Shafak: eine humorvolle, tragische und Jahrhunderte überspannende Erkundung dessen, was es heißt, andere anzublicken und angeblickt zu werden.

Format

  • Elif Shafak – Schau mich an
    Roman

    Original: Mahrem

    Aus dem Türkischen von Gerhard Meier
    Hardcover
    Format: 11,6 x 18,5 cm , 397 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-5829-3

    3. November 2020
    24,00 EUR

  • Elif Shafak – Schau mich an
    Roman

    Original: Mahrem

    Aus dem Türkischen von Gerhard Meier
    Ebook
    397 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-9452-9

    3. November 2020
    18,99 EUR

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Leseprobe

Ich träumte von einem Luftballon, der am taubengrauen Himmel dahinflog, zwischen schäfchenweißen Wolken hindurch, im Schatten der honiggelben Sonne. Ich war auf ein Dach gestiegen und sah dem Ballon nach, als auf einmal ein heftiger Wind aufkam, und zwar so heftig, dass wir alle zusammenfuhren. Erdschwarzer Staub wurde durch die Luft gewirbelt, und den Ballon trieb es rasch davon. Um ihn nicht aus den Augen zu verlieren, rannte ich über die Dächer hinweg und trat dabei ein paar Ziegel los, die sogleich zur Erde flogen. Erschrocken sah ich ihnen nach. Dort unten auf den glänzenden Straßen voller Menschen kam es durch die herabwirbelnden Dachziegel zu Unfällen. Mitten auf der Straße schnaubte wütend ein nagelneues, feuerrotes Auto, dessen Windschutzscheibe durch einen Ziegel zersplittert war. Über die kaputte Scheibe hatte eine Spinne bereits ein riesiges Netz gewebt, dessen klebrige Fäden im Wind waberten. Der Fahrer suchte nach mir, ohne aber zu wissen, dass er gerade mich suchte. Er hatte mich direkt vor den Augen, doch war ich ihm nicht verdächtig.
Auf den erdschwarzen Staub segelte blütenweißer Schnee herab. Ich ging den Bürgersteig entlang, ganz langsam, um auf keine Spinnweben zu treten. Plötzlich fiel mir auf, dass ich an den Füßen wollene Babyschuhe mit einem Vogelmuster trug. Beim Fortgehen musste ich vergessen haben, mir Straßenschuhe anzuziehen. Das war mir furchtbar peinlich. Bevor jemand etwas bemerkte, musste ich irgendwo Schuhe herbekommen. In den Schaufenstern wimmelte es vor Waren. Da gab es Ballettschuhe, pelzgefütterte Stiefel, Sandalen, Schnürstiefel, hochhackige Frauenschuhe, Herrenschuhe mit Blockabsätzen und niedliche Kinderschuhe. Und überall stand eine Geschmacksrichtung drauf. Die Schuhe waren nämlich allesamt aus Speiseeis. So betrat ich eines der Geschäfte und kaufte die Stiefel mit Fruchtgeschmack aus dem Schaufenster. Als ich wieder herauskam, stand der Fahrer des kaputten Autos vor mir und sah mich mit zusammengekniffenen Augen an. Ich machte mich auf Zehenspitzen davon, und er ging mir nicht einmal nach. Als ich um die Ecke bog, erblickte ich im Schatten der honiggelben Sonne wieder den Luftballon. Lustlos schwebte er dahin. Kaum aber war er weg, schien die honiggelbe Sonne auf einmal viel stärker, und ich blickte ängstlich auf meine neuen Schuhe. Die tropften und tropften und tropften …


»Mensch, Mama, sag doch was zu der!«
Ein Schmerz im Knie ließ mich hochfahren. Wieder war ich irgendwo eingeschlafen, und wieder, wo ich nicht hätte sollen. Ich war nass geschwitzt. Als ich mich einigermaßen zu berappeln versuchte, schlug mir mein eigener Schweißgeruch in die Nase. Vorsichtig blickte ich mich um. Ich saß in einem Sammeltaxi. Beim Einsteigen war ich noch allein gewesen. Da nachmittags nicht viele Leute diese Strecke fuhren, hatte ich gewusst, dass das Taxi nicht so bald voll sein würde, und natürlich auch, dass es vorher nicht losfuhr. So hatte ich in aller Ruhe erst mal die Augen zugemacht. Als hätte mein ausgiebiges Mittagessen nicht schon gereicht, hatte ich mir zum Abschluss zwei Portionen Dessert gegönnt, sodass ich ohnehin keinen Schritt mehr hätte tun können. So muss ich ziemlich lange geschlafen haben. Jedenfalls war das Taxi nun fast voll. Noch ein Fahrgast, und es konnte losgehen.
Die Frau neben mir spitzte aus dem Augenwinkel zu mir herüber. Wahrscheinlich roch sie meinen Schweiß. Das kleine Mädchen auf ihrem Schoß stach mir mit der Messingschnalle seiner Schuhe, die von der Farbe zähflüssiger Erdbeermarmelade waren, noch immer ins Knie. Ich hatte keinerlei Zweifel, dass die Kleine das absichtlich tat, denn ich sollte aufwachen und zur Seite rutschen. Tatsächlich hatte ich mich im Schlaf ziemlich breitgemacht und musste schleunigst etwas Haltung einnehmen. Ich legte die Beine aneinander und rutschte ans Fenster. Dann nahm ich meinen Rucksack auf den Schoß, doch darunter kam die Tüte mit den gerösteten Kichererbsen zum Vorschein, die ich mir für unterwegs noch besorgt hatte. Die nahm ich auch weg, sodass die beiden nun eigentlich Platz genug hatten, doch sie waren immer noch nicht zufrieden. Vor allem die Frau nicht. Die ruckelte herum, als wollte sie mir unbedingt anzeigen, dass sie es noch nicht bequem hatte. Immer wieder schlug sie die Beine übereinander, mal so und mal so, dann platzierte sie unter großem Geraschel ihre Einkaufstüten erst auf den Knien und dann doch wieder auf dem Boden, und
als würde ihr die Kleine auf dem Schoß davonlaufen, drückte sie sie mit den Worten »Jetzt komm mal her zu mir« an die Brust, und dabei stöhnte und seufzte sie und schielte argwöhnisch auf den spärlichen Platz zu ihrer Rechten. Solche Leute kenne ich zur Genüge. Und weiß auch, warum sie sich so verhalten. Ich bin das gewohnt. Passiert mir andauernd.
Natürlich wäre es das Beste für mich, mit einem normalen Taxi zu fahren oder mir einen leeren Bus zu suchen. Taxis kann ich mir aber nicht oft leisten, und leere Busse haben Seltenheitswert. Manchmal fahre ich mit dem Taxi zur ersten Bushaltestelle und steige dort ein, aber das geht nicht bei jeder Strecke. Ist ein Bus schon voll, steige ich nur selten ein. Und wenn doch und ich die hohen Stufen erklimmen und mir durch die dicht gedrängte Menge einen Weg bahnen muss, bereue ich es meistens bitterlich. Dann sagt mir eine innere Stimme, ich soll sofort aussteigen und wieder nach Hause zurückkehren. Oft ist nicht mal das möglich. Vom Fahrer streng zum Durchgehen aufgefordert, drängen die Leute mich vom Ausgang und den Ausgang von mir weg. Wenn ich dann schon nicht rauskann, versuche ich wenigstens, den Blicken der Menschen zu entkommen, ihren Augen, die mich unentwegt mustern, auf mich zeigen. Zwar wird mir oft ein Platz angeboten, aber das macht mir die Sache auch nicht leichter. Ich laufe dann hochrot an und setze mich mühsam auf den frei gewordenen Sitz. In solchen Situationen bricht mir grundsätzlich der Schweiß aus. Ob Sommer oder Winter, sobald ich mich ein bisschen verkrampfe, spüre ich auch schon, wie mir die Schweißtropfen eiskalt den Rücken hinunterlaufen. Ich sitze da, als hätte ich einen Stock verschluckt, um nur ja niemanden zu berühren. Zugleich versuche ich herauszufinden, ob die Leute um mich herum meinen Schweißgeruch bemerken. Wobei ich ohnehin nichts dagegen ausrichten könnte. Und wenn ich mich bemühe, nicht zu schwitzen, wird es nur noch schlimmer. Am liebsten sitze ich am Fenster, denn statt der Mitreisenden, denen meine Anwesenheit nur allzu bewusst ist, kann ich dann die Leute draußen beobachten, für die ich gar nicht existiere.
Manchmal bietet mir auch niemand einen Platz an. Und ich komme auch nicht an ein Fenster heran. Um dann den Blicken zu entgehen, von denen ich regelrecht eingekreist bin, und mir auch nicht vorstellen zu müssen, was die Leute über mich denken, suche ich mir irgendeinen Punkt, auf den ich bis zu meiner Haltestelle in aller Ruhe starren kann. Das kann das Stückchen Außenwelt sein, das ich durch die Köpfe hindurch sehe, jemandes Schuhe, eine zwischen die Beine geklemmte Einkaufstasche, ein Buchumschlag, ein Warnschild, ein Druckknopf für die Tür, ein Nothammer, eine zusammengefaltete Zeitung, der Ring an einer Hand, die sich um die Halteschlaufe krümmt … Irgendwas davon wähle ich mir aus, und bis zum Schluss der Fahrt wende ich den Blick nicht mehr davon ab. Ob ich nun also sitze oder stehe, eine Busfahrt ist für mich immer eine Qual. Wenn man jedoch so dick ist wie ich, hat man es im Sammeltaxi sogar noch schwerer.
Darum baue ich immer schon vor. Damit der leicht spöttische Blick des Fahrers sich nicht in eine verletzende Bemerkung umwandelt. Was ihm nämlich auf der Zunge liegt, spreche ich ganz einfach ungeniert aus. »Ein Krug Voraussicht hat weniger Kalorien als ein Schluck Malheur«, sage ich mir. Eine goldene Regel, die wohl jeder kennt, der irgendeinen Makel mit sich herumschleppt: Sobald du merkst, dass du gleich angepflaumt wirst, kommst du dem anderen zuvor und machst dich über dich selbst lustig, und zwar so sehr, dass dem anderen die Luft wegbleibt. Gib deinem Fehler selbst einen Namen, einen möglichst unbarmherzigen, dann bleibt dem anderen der Spitzname, den er dir verpassen wollte, im Halse stecken. Drisch auf dich ein, bevor es andere tun. Einen besseren Schutzschild gibt es nicht.
Nehmen wir mal einen Blinden. Wenn der mitbekommt, dass die Leute um ihn herum in aller Betulichkeit das Wort »blind« vermeiden, fängt er am besten an, über Blinde Witze zu reißen, und zwar von der übelsten Sorte. Die anderen werden bald mitlachen und sich wundern, dass sie so etwas ausgerechnet von einem Blinden zu hören bekommen. Und schon hat der Krug Voraussicht wieder seine Wirkung getan.
Obwohl, bei mir ist der Fall natürlich anders gelagert. Dicke Menschen werden mit ganz anderen Blicken bedacht als Blinde. Wie jede andere Art von Behinderung sieht man Blindheit als ein Unglück
an, das einem eben zustoßen kann, und so etwas löst bei den Menschen Mitleid aus. Wenn also ein Blinder sich über seine bemitleidenswerte Lage lustig machen kann, hat das etwas Bewundernswertes an sich. Dick zu sein dagegen wird nicht als etwas angesehen, das einem widerfährt, als Schicksal quasi, sondern man wird dafür verantwortlich gemacht. Wenn einer dick ist, gilt das als sein eigenes Werk und als Beweis dafür, wie gierig und gefräßig er ist. So ernst man einen Blinden nehmen muss, so ungeniert darf man sich über einen Dicken lustig machen. Somit löst der Dicke, der sich über sich selbst lustig macht, auch nicht die gleiche Wirkung aus wie der über sich selbst spottende Blinde. Mit Achtung ist da nicht gleich zu rechnen. Darum gehe ich auch eher mit dem nötigen Ernst zu Werke und wende zur Vermeidung von Spott die goldene Regel auf meine eigene Weise an.

Autorin

Elif Shafak, in Straßburg geboren, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihre Werke wurden in mehr als fünfzig Sprachen übersetzt. Die preisgekrönte Autorin zahlreicher ...

mehr zur Autorin

Presse

NDR Kultur Land in Sicht

»Es ist eine Geschichte des Blickes, es geht um die tausend Varianten des Sehens.«

LEO

»Dieses Buch versprüht den Zauber der Erzählungen von 1001 Nacht, so kunterbunt und trefflich unterhaltsam ist der Erzählstil, so weise sind die Erkenntnisse, so scharf ist der Blick in die menschliche Seele und deren geheime Abgründe.«

WDR3 Mosaik

»Ein poetischer Roman über die Zeit, das Wesen der Liebe, das menschliche Dasein. Ein Feuerwerk voller Fantasie und Sprachspielerei.«

Kleine Zeitung

»Eine Geschichte wie ein Zauberwürfel, in der es um das Sehen und Gesehenwerden geht, aber vor allem um unsere Vorstellungen von Schönheit und Hässlichkeit.«

SR2

»Schau mich an ist ein Roman, der bei aller Rätselhaftigkeit sehend machen kann und zeitlos bleibt. Tiefgründig, vielschichtig verwickelt, verspielt, versponnen, überbordend und von Gerhard Meier traumschön in wunderbar klares und anschauliches Deutsch gebracht. Ein poetischer Roman über die Zeit, das Wesen der Liebe, das menschliche Dasein. Ein Feuerwerk voller Fantasie und Sprachspielerei.«

Mit Vergnügen

»Ein Buch über Diskriminierung und Ausgrenzung, über Schönheit und Hässlichkeit, über Essstörungen und übers Sehen sowie Gesehenwerden […]. Ein Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst und wir deshalb alle unbedingt […] lesen sollten.«

Soester Anzeiger

»[E]ines der ungewöhnlichsten Werke von Elif Shafak.«

SonntagsBlick

»[E]in witziges Kabinettstück zum Thema ›Sehen und gesehen werden‹ – lange bevor es Instagram gab.«

NDR Kultur

»Ein Buch, das den Sinn fürs Sehen und Gesehenwerden schärft. Mystisch, orientalisch bunt, und ja: sinnlich.«

Altmühl-Bote

»Mit ihrer überbordenden, bildgewaltigen Sprache nimmt Elif Shafak ihre Leser leichtfüßig mit hinein in ihren Roman.«

FRIZZ Magazin

»Shafak erzählt ihre Geschichte von Schönheit und Hässlichkeit ausgehend vom gegenwärtigen Istanbul bis in längst vergangene Jahrhunderte.«

BÜCHERmagazin

»Die Prosa [von Schau mich an] erinnert mich an die Kunst des Teppichknüpfens, bei der der Künstler viele verschiedene Motive miteinander verwebt und zu einem schillernden Bild zusammenfügt, das erst verständlich wird, wenn man es in seiner Gesamtheit betrachtet.«

Buch aktuell Taschenbuch

»Mit ungeheurer Empathie und Scharfsicht erzählt Shafak von einer Frau, die am Rande der Gesellschaft Halt sucht - dort, wo die Freundschaft tief ist, das Glück aber flüchtig.«

Thea Dorn

»Ein vor Sprach- und Erzähllust strotzendes Buch.«

Focus

»Tragikomische Geschichte aus einer Welt jenseits des Lockdown.«

SWR2

»Ein traurig-komisches Buch, das sich gegen den ständig wertenden Blick wehrt – und uns einen tiefen Einblick in die komplexe türkische Gesellschaft ermöglicht.«

Bayern 2 Diwan Das Büchermagazin

»[Beeindruckend] , dass sich dieser frühe Roman der Autorin liest, als wäre er genau für unsere Zeit geschrieben.«

Deutschlandfunk Büchermarkt

»Ein […] bildgewaltiger Roman.«

myself

»Elif Shafaks wohl ungewöhnlichster Roman!«

GALORE

»Ihre Bildsprache [ist] dermaßen raumgreifend, dass Realität und Fantasie immer wieder in einem Rausch der Beschreibungen verschwimmen, in dem das Lesen seine Linearität verliert und einer Meditation zu ähneln beginnt.«

ZDF Literarisches Quartett

»Die Qualität dieses Buches besteht darin, dass es das politische, heutige Bewusstsein [...] auf eine spielerische, zum Teil burlesk lustige Weise aufnimmt.«

Rhein-Neckar-Zeitung

»Überbordend, satt, bunt, voller Metaphern.«

Kölner Stadt-Anzeiger

»Virtuos spielt Elif Shafak mit verschiedenen Zeitebenen und Erzählelementen und flicht daraus ein wunderbares und lebenskluges Buch über die Macht der Blicke, denen niemand entgehen kann.«

Schau Magazin

»Humorvoll und tragisch.«

Neue Zürcher Zeitung

»Weit mehr als in ihren späteren Büchern schimmert hier Shafaks kulturelle Herkunft durch, die orientalische Liebe zum Geschichtenerzählen.«

This is Jane Wayne

»Elif Shafak spielt mit den Vorstellungen von Schönheit und Hässlichkeit, als wären sie Zauberwürfel, und erschafft damit eines ihrer ungewöhnlichsten Werke.«

Süddeutsche Zeitung

»Ihre Sprache ist derart satt, farbig und voller Metaphern, dass man als Leser schon mal das Gefühl hat, die Autorin würde einen mit zu einem Ausflug in den Großen Basar von Istanbul nehmen.«

Süddeutsche Zeitung

»Shafaks erzählerische Technik gleicht der eines Kaleidoskops. Die Schriftstellerin [baut ihren Roman aus vielen bunten Steinchen auf.«

Frankfurter Rundschau

»Virtuos spielt Elif Shafak mit den verschiedenen Zeitebenen und Erzählelementen, und sie flicht daraus ein bemerkenswertes Bild über die Macht der Blicke, denen niemand entgehen kann.«

Vorhang auf

»Man muss sich einfinden in Shafaks Roman, dann wird man in den Bann gezogen von der überbordenden Fabulierkunst.«