Sohn dieses Landes

Richard Wright

Der erste Bestseller eines afroamerikanischen Autors

Bigger Thomas, ein junger Schwarzer, fühlt sich gefangen in einem Leben in Armut und Perspektivlosigkeit. Sein einziges Ventil ist Gewalt. Er war bereits in der Besserungsanstalt, ein weiteres Vergehen würde für ihn Gefängnis bedeuten. Doch dann gibt der wohlhabende Mr Dalton dem jungen Mann eine Chance und stellt ihn als Chauffeur an. Als Bigger die Tochter des Hauses spätnachts und betrunken auf ihr Zimmer bringt und ihre blinde Mutter, von dem Lärm geweckt, den Raum betritt, versucht Bigger aus Angst vor falschen Verdächtigungen, das Mädchen mit einem Kissen zum Schweigen zu bringen, und erstickt sie dabei. Davon überzeugt, dass man ihm Absicht unterstellen wird, verstrickt er sich in Lügen und weitere Gewalt, bis er schließlich gefasst und des Mordes und der Vergewaltigung angeklagt wird. Das ganze Land stellt sich gegen ihn, nur der Anwalt Max kämpft um Verständnis für Biggers Taten. Der literarische Durchbruch von Richard Wright war gleichzeitig der erste Bestseller eines afroamerikanischen Autors und liegt nun zum ersten Mal in vollständiger deutscher Übersetzung vor.

Format

  • Richard Wright – Sohn dieses Landes
    Roman

    Original: Native Son

    Aus dem Englischen von Klaus Lambrecht
    Hardcover
    Format: 11,6 x 18,5 cm , 567 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-5795-1

    15. April 2019
    24,00 EUR

  • Richard Wright – Sohn dieses Landes
    Roman

    Original: Native Son

    Aus dem Englischen von Klaus Lambrecht
    Ebook
    567 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-9407-9

    15. April 2019
    18,99 EUR

Autor

Richard Wright wurde 1908 auf einer Plantage bei Natchez, Mississippi, geboren. Mit neunzehn Jahren verließ er den Süden und ging nach Chicago, wo er ...

mehr zum Autor

Presse

taz

»Wright ist neben Schriftstellerinnen wie Margarete Walker und Musikern wie Louis Armstrong einer der bedeutendsten Vertreter der Chicago Black Renaissance.«

taz

»Sohn dieses Landes von Richard Wright ist packend geschrieben und in Teilen schockierend aktuell. Es geht um Sprachlosigkeit, um Artikulationsunfähigkeit, um das Versagen von Worten und Erklärungen, um das Leben in unterschiedlichen Zeichensystemen.«

Deutschlandfunk

»Richard Wright hat einen kämpferischen Roman geschrieben, in dem die Fronten des Rassenkonfliktes polemisch und mit aller Schärfe herausgestellt werden. Gerade dadurch hat er ein ebenso interessantes wie aufwühlendes literarisches Zeitdokument geschaffen und zugleich ein nach wie vor packendes Meisterwerk der afroamerikanischen Literatur.«

NZZ

»Ein grosser Wurf gelingt nur, wenn man alles aufs Spiel setzt. Richard Wrights 1940 erschienener Roman Native Son allerdings war selbst unter dieser Prämisse an Kühnheit schwer zu überbieten.«

FAS

»Es ist kein gemütliches Buch – aber ein mutiges.Wright lässt uns fühlen, wie es ist, in der eigenen Hautfarbe gefangen zu sein.«

Rolling Stone

»Die Themen berühren zeitlos unsere Gegenwart: Antisemitismus, Immobilienspekulation und ein diffuser Volkszorn auf das Fremde.«

Die Welt

»Der Roman von 1940 über einen schwarzen Mörder ist zweifellos Wegbereiter für James Baldwin und Colson Whithead.«

Mannheimer Morgen

»So umfangreich der Roman mit seinen knapp 600 Seiten ist, so vielseitig ist Wrights Stil, so tiefgehend sind die Psychogramme seiner Hauptfiguren und so scharf ist seine Analyse der US-Apartheid und der Kluft zwischen den Bevölkerungs- und Gesellschaftsschichten.«

Deutschlandfunk Kultur

»So spannend wie Dostojewski.«

Landshuter Zeitung

»Der maßgebliche Schlüsselroman der afrikanisch-amerikanischen Literatur.«

FAZ

»Ein Epos von fast homerischem Zorn, der Roman einer selbstzerstörerischen, im Inferno eines kulturellen Albtraums vollzogenen Entfesselung.«