Stadt der Lügen. Liebe, Sex und Tod in Teheran

Ramita Navai

Um in Teheran zu überleben, muss man lügen

Um in Teheran zu überleben, muss man lügen. Denn im »Gottesstaat« Iran spielt sich das Leben im Verborgenen ab. Schulmädchen tragen unter dem Tschador Jeans und Turnschuhe, untreue Ehemänner pilgern nicht nach Mekka, sondern nach Thailand, brave Hausfrauen drehen Pornofilme, Mul- lahs sagen per Handy die Zukunft voraus, und beim Schönheitschirurgen werden nicht nur Nasen gerichtet, sondern auch Jungfernhäutchen wiederhergestellt. Ramita Navai erzählt von den abenteuerlichen Doppelleben der Menschen und entwirft ein faszinierendes Porträt einer Stadt, die ihren Schleier nur ungern lüftet.

Format

  • Ramita Navai – Stadt der Lügen. Liebe, Sex und Tod in Teheran
    Sachbuch

    Original: City of Lies

    Aus dem Englischen von Yamin von Rauch
    Hardcover
    Format: 14,5 x 21,5 cm , 288 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-5750-0

    22,00 EUR

  • Ramita Navai – Stadt der Lügen. Liebe, Sex und Tod in Teheran
    Sachbuch

    Original: City of Lies

    Aus dem Englischen von Yamin von Rauch
    Ebook
    288 Seiten
    ISBN: 978-3-0369-9340-9

    17,99 EUR

Autorin

Ramita Navai, geboren 1971, war von 2003 bis 2006 »Times«-Korrespondentin in Teheran, jener Stadt, aus der sie als Achtjährige mit ihren Eltern vor ...

mehr zur Autorin

Presse

Junge Welt

»Dieses Buch ist sensationell.«

Vogue

»Dieses phänomenale Buch … bietet außergewöhnliche Einblicke in ein Land, das man im Westen kaum kennt und häufig fürchtet.«

Geographical

»Diese Geschichten sind gleichzeitig komisch, spannend und herzerweichend. Und obwohl sie eine Menge Trauriges erzählen, sind sie mit einer großen Portion Liebe für die wunderbare Vielfalt des Lebens in Teheran geschrieben.«

Financial Times

»Was Navai getan hat, ist außergewöhnlich. Trotz aller Trostlosigkeit in ihrer ›Stadt der Lügen‹ geben die Teheraner nicht auf, stets in der Hoffnung, dass die Zukunft etwas Besseres bereithält.«

The Chicago Tribune

»Dieses Meisterwerk verwandelt wahre Geschichten in fesselnde, lebendige Literatur. … «

Times Literary Supplement

»Navai hat aufgedeckt, was jeder weiß, aber niemand sagt.«

The Times

»City of Lies erforscht die Doppelleben der Teheraner, sobald sie der Überwachung des Regimes entkommen. Ein vielschichtiges Porträt dieser vibrierenden, blickdichten, paranoiden Stadt.«

The Guardian

»An wenigen anderen Orten ist die Kluft zwischen dem, was gesagt wird und dem, was getan wird, so groß.«

Bayerischer Rundfunk

»Es sind grandiose literarische Reportagen aus dem Teheraner Alltag«

Friday

»Die iranische Journalistin Ramita Navai zeigt, wie in ihrer Heimatstadt Teheran Widersprüche aufeinanderprallen: in Zwangsehen zwischen Girls und Playboys, Crystal-Meth-Küchen und der Mode.«

Der Freitag

»Man glaubt, einen Roman zu lesen, so verdichtet sind die Schilderungen.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Es ist ein grandioses Buch, voller Leidenschaft für die Menschen, voller Wut auf die Verhältnisse, voller Neugier und voller erzählerischer Kraft.«

Süddeutsche Zeitung

»Sie kriecht in ihre Figuren hinein, sie versucht die Welt mit Augen von Leuten zu sehen, für die das Doppelleben der Normalfall ist, versucht, sie von innen heraus zu verstehen. Wie ist das, wenn man den Schein wahren muss, den die Islamische Republik verlangt, und doch in den Wohn- und Schlafzimmern ganz menschliche, oft auch vom Westen geprägte Sehnsüchte regieren?«

Literarische Welt

»Im Foucault-Sinne hat Navai ein Mut machendes Buch geschrieben: Es zeugt davon, dass die Energien des Menschen desto größer und gieriger glimmen, je stärker sie unterdrückt werden.«

taz

»Wer sich für Iran und/oder Teheran interessiert, kommt an diesem Buch gar nicht vorbei.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Stärke des Buches liegt darin, dass Navai das schwer zu greifende iranische System mit all seinen Widersprüchen in den Lebensgeschichten ihrer Figuren sichtbar macht.«

Deutschlandfunk

»Man erfährt erstaunlich viel aus diesem Buch: von der Opiumsucht vieler Männer ist ebenso die Rede wie von der leidenschaftlichen Jammerlust vieler Iraner, ihrer unerschütterlichen Herzlichkeit, ihrer Vorliebe für gerichtete Nasen und ihrem Faible fürs Picknicken.«

Deutschlandfunk

»Eines haben alle Protagonisten in diesem Buch gemein: Sie müssen sich permanent verstellen und ihr ›wahres‹ Leben hinter verschlossenen Türen führen. Das alles erzählt Ramita Navai in fesselnder Sprache und mit viel Sinn für Dramaturgie. Dabei schildert sie plausibel und nachvollziehbar, dass der Iran vielschichtiger ist, als wir ihn uns im Westen vorstellen. Die Autorin bietet einen genauen Blick auf den selbsternannten Gottesstaat - in seiner ganzen Widersprüchlichkeit, aber auch in all der Schönheit, die es eben dort auch gibt.«